Vortrag und anschließende Diskussion mit Professor Dr. Michael Krautblatter TU München
Der aus Höchstadt stammende Geograph und Geologe Prof. Dr. Michael Krautblatter untersucht seit Jahren Naturgefahren durch Hangbewegungen und Permafrostsysteme in den Alpen.
Alpine Naturgefahren betreffen potenziell 12% der globalen Bevölkerung, 1,9 Milliarden Menschen sind auf die Wasserbereitstellung aus den Hochgebirgen angewiesen. Aktuell überlegt der Freistaat Bayern eine Fernleitung für die Wasserversorgung von Nordbayern ins Lech-Mündungsgebiet in Erwägung zu ziehen.
Seit 1880 hat sich die Temperatur global um ca. 1,4°C erhöht, verstärkt in Europa um 2,3°C und mehr als doppelt so stark in den österreichischen und schweizerischen Alpen um ca. 3°C.
Die Alpen mit ihrer schnellen Veränderung der Gletscher, des Permafrostes und der von Starkniederschlägen beeinflussten Prozesse wie Steinschlag, Murgängen und Sedimenttransport sind sozusagen eine „Zeitmaschine“ in denen wir jetzt schon beschleunigt vom Klimawandel ausgelöste Veränderungen beobachten können. Viele Gemeinden passen sich schon jetzt an die sich rapide verändernden Bedingungen an.
Dieser Vortrag zeigt an Beispielen aus den deutschen Alpen (Zugspitze, Hochvogel, Höllentalklamm & Partnachklamm) und anderen Gebirgsregionen, wie sich alpine Naturgefahren ändern und wie rapide Anpassung gelingen kann.
Wir freuen uns auf spannende Einblicke in aktuelle Forschungserkenntnisse über und zum Umgang mit neuartigen Naturgefahren durch den Klimawandel und Möglichkeiten der Anpassung und eine rege Diskussion.
Veranstalter ist der OV Höchstadt a. d. Aisch und Umgebung von Bündnis 90/die Grünen. Unterstützt wird die Veranstaltung durch den Bund Naturschutz e. V., Kreisgruppe Höchstadt-Herzogenaurach.